Tipp_NO: Brotliebling

Normalerweise mache ich ja keine Produktbewertungen, aber manchmal ist es zu schade veräppelt zu werden.

Was passierte: Meine Kollegin kauft 2 Packungen Laugenbrezeln-Set zum Selbstmachen von Brotliebling (www. brotliebling. com), um sie an Weihnachten zu verschenken. Eine Packung an mich! Jipieh! Total nett und für mich als bekennende Brezelsüchtige ein tolles Geschenk. Die Firma kommt sympathisch rüber, alles bio usw. korrekt.

Die Packungen kamen erst mal gar nicht zu Weihnachten, sondern auf mehrfache Anfrage eine Entschuldung „gerade nicht verfügbar, bitte Geduld“. Schade, wenn man etwas verschenken will, aber gut, man freut sich ja, wenn der Laden läuft.

Dann kommen die Packungen. Freude! Die Kollegin verschenkt beide. Das böse Erwachen: In beiden Packungen ist die Brezelmischung abgelaufen und zwar schon 2,5 Monate lang. Toll?! Jetzt sind wir wieder 2 Monate älter und haben mehrfach an verschiedenen Stellen höflich reklamiert – ohne jegliches Ergebnis oder Ersatzlieferung.

Die Packung kostet 8,60 Euro was für 5 Brezeln zum Selbstmachen also DEUTLICHST / DOPPELT über dem Bäckerpreis liegt und ist dann einfach nur um in die Tonne zu kloppen.

Schade Brotliebling! So geht es gar nicht !!!! Nie wieder!

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Buch No-Tipp Eisreise

Zufällig treffe ich eine junge Frau, die mal auf einer Wanderreise meine Reiseleiterin war. Sie stellt mit ihrem Mann ihr Buch aus und wir wechseln ein paar Worte und ich kaufe das Buch. War es doch damals eine schöne Reise und sie hatte wirklich einen sehr guten Job gemacht.

Ich lese das Büchlein an 3 Abenden durch und es reisst mich leider nicht mit. Keine Höhen und Tiefen, eher flach. Sie ist mit ihrem Mann auf Hochzeitsreise, naja ein halbes Jahr nach der Hochzeit, dann ist es doch eher eine Urlaubsreise? Egal, man darf betiteln, wie man möchte. Sie fahren über Weihnachten/Silvester ans Nordkap. Ja klar, es ist saukalt, trotzdem sind es nur etwa 13 Fahrtage, durchbrochen mit Schiffspassagen und lauen Temperaturen im Süden, sie wohnen in guten Unterkünften und sind warm eingepackt. Die eigentlich spannende Geschichte wird leider flach und ein bisschen unsympathisch, da sie einfach die Beste ist, unglaublich gut Motorrad fährt, keine Zicke ist (offenbar die einzigste motorradfahrende Frau der Welt), über einen wahnsinnigen Erfahrungsschatz verfügt (Respekt), welterprobt ist, usw. Dazu viele Wiederholungen und immer wieder darf ich lesen, wie die Reise sie zusammenschweißt und dass das dazu führt, dass sie ein Leben lang zusammen bleiben werden. Hmmm…. wenn sie daran Zweifel hatten, warum haben sie dann geheiratet? Warum sind sie überrascht auf der Reise nicht gestritten zu haben? Dazu Passagen, die ihr gar nicht gefallen haben und die Erkenntnis, dass sie nicht die Frau für touristische Highlights ist (nach Jahren als Reiseleiterin und Reisen in die komplette Welt?). Schade um das Büchlein, es war sicher eine tolle Reise…. Mitreissend – nein.

Film: Der alte Affe Angst

Was für ein deprimierender Müll. Deprimierend, da ich meine Zeit verschwendet habe. Wenn nicht Sonntagabend wäre und ich jetzt gottseidank immer noch genügend Zeit habe für das Weiterlesen eines verdammt guten Buches, hätte ich nicht zu Ende geschaut. Gehaltloser Mist. So ein schlechter Film. Regt weder zum Denken an, noch wird sonst was haften bleiben.
Anti-Tipp.

Film: Gott des Gemetzels

hm, …
Gespannt ging ich hin. Polanski. Waltz (nicht das ich ihn mag, aber er verkörpert seine Rollen), Jodie Foster (schön gealtert), Winslet (immer wieder fantastisch), Reilly kann ich nicht zuordnen.
Ein must see? Nach der Hälfte fragte ich mich, ob ich gehe. Aber ich war ja nicht alleine im Kino. Nach Zweidrittel musste ich mich zusammenreissen, nicht trotzdem aufzustehen.
Ich denke, als echtes Theaterstück hat es was. Die Schauspieler müssen auf der Bühne live alles geben. Als Kinofilm stressig. Superstress. Warum um alles in der Welt muss ich mir ansehen, wie sich 2 Ehepaare zerfleischen. Jeder weiss, dass es nicht überall harmonisch zugeht. Viele bleiben wegen der Kinder zusammen. Bemühen sich einen Schein zu wahren. Streiten über alles und nichts. Verstehen sich nicht. Harmonie wird nicht gepflegt, wird solange hingenommen bis sie normal und dadurch langweilig ist. Dann trennt man sich. Die, die sich zerfleischen bleiben zusammen. Wie im wahren Leben. Dazu ins Kino? Um dass zu sehen, zuzuhören, wie sich Bosheiten austauschen? Nein Danke.
Schauspielerisch sicher nicht schlecht, ok, aber dass macht es nicht aus.
Antitipp.

Anti-Tipp Max Raabe

Ein lieber Kollege hat mir Max Raabe empfohlen. Ich habe mich eben in diverse you tube’s reingehört und ich muss das hier als Anti-Tipp loswerden. Ja, ich finde es entsetzlich. Wie er das R rollt, da stehen mir alle Haare zu Berge und wie er spricht, singt, aussieht, und den Kopf schief legt – das macht mich regelrecht aggressiv. Ja aggrrrrrressiv. Selten das ich so etwas bei Musik hatte. Natürlich gefällt einem nicht alles, abhaken und gut. Aber das hier kann ich gar nicht. Interessant.

Film: „Angels in America“ von 2004

Jeah, 6 Stunden mit

Al Pacino als üblem bösen kranken Boss, Meryl Streep – wieder wunderbar und gleich in 4 Rollen *I love it*, Emma Thompson – bestechend in 3 Rollen, Justin Kirk – hmmm wie gutaussehend und in der Hauptrolle, ogottogott wie leidend.

Ob man das gesehen haben muss? Amerika, Homosexualität und vor allem AIDS. Der Titel ist irreführend, die Geschichte jedoch ok, 6 Stunden klingen lang, aber es war auch eine Mini-Serie im Fernsehen. Man kann nichts wegstreichen, die Geschichte gibt den Stoff her. Aber das mit den Engeln, die da mal in Visionen oder auch in echt (??) auftauchen, hätte es nicht gebraucht. Die machen die Geschichte leider ein bisschen lächerlich, unernst oder unglaubwürdig. Die Schauspieler hätten diesen Part nicht gebraucht.

Also, muss man gesehen haben? Nö, zum Radeln nebenher bestens geeignet, als Filmwerk für’s Sofa sicher nicht. Kein Film-TIPP. Aber Tipp für die, die nicht so fit sind beim englische Filme schauen: Alle Schaupieler sprechen ein sehr gut verständliches Englisch, kein amerikanisches Gekaugummise.

Buch: Ausgebrannt von Andreas Eschbach

Die Lage der Energiereserven dieser Erde haben mich nun endlich das Buch anfangen lassen, welches ich schon so 2 Jahre lesen will. Es geht um die Suche nach Erdöl und dessen Knappwerden. Es scheint von Herrn Eschbach gut recherchiert zu sein und es hat stellenweise den Charakter eines Sachbuches, dabei kommt aber die Geschichte zu langatmig daher. Ich warte auf mehr Fakten, aber es geht um die Geschichte von Westermann und Block, den Protagonisten. Irgendwann nach dem zweiten Drittel werden die Fakten immer schwammiger und rutschen in komplette Phantasie ab, leider stellt das auch die Fakten vom Anfang in Frage – gedanklich – und ich weiß nicht mehr, was ich glauben soll und was nicht. Gegen Schluß wird es immer abstruser und ich weiß nicht mehr warum ich überhaupt angefangen habe zu lesen.

Nein Danke zu immer zäher werdenden, das Ende herbeisehnenden 750 Seiten Buch.