wieder ein abstruser Traum

Ich bin in einer riesigen schloßähnlichen Burganlage. Ich habe einen Plan vor dem inneren Auge, auf dem zu sehen ist, wo das Auto parkt. Wir müssen durch mehrere Gebäude und Außenanlagen, um dort hin zu gelangen und es ist nach Ende der Öffnungszeiten. Wir sind zu zweit und ich kann nicht richtig zuordnen wer mit mir ist, männlich zumindest. Wir schleichen uns an den Mauern entlang, sie sind dick. Das Ganze ist ganz kompliziert gebaut, viele Treppen, Hallen, Teppiche an den Wänden, alt, abgeschossene Farben. Wir kommen in eine große Halle, sie ist voller Menschen in außergewöhnlichen Kostümen. Es sind die Bewohner, vielleicht, die nur nachts nach Ende der Öffnungszeiten da sind. Indianische finstere Gesichter, aber in nichtindianischer Kleidung, auch Ritter und wir wissen, sie dürfen uns nicht sehen und doch queren wir mitten durch die Halle. Wir kommen an einen Gang mit mehreren Türen, eine Treppe führt nach unten, man muss sich unter einem Balken durchbücken, um hinabzusteigen. Wir erinnern uns von der Führung, die wir scheinbar früher am Tag gemacht haben, dass der Gang absolut tabu ist. Er erscheint uns aber als Abkürzung zu dem Parkhaus mitten auf dem Gelände. Wir steigen hinunter, öffnen eine Tür, gehen hinein, schließen sie hinter uns, wir werden von 2 Polizisten verfolgt, die durch ein vergittertes Fenster durch die Tür schauen.
Wir legen uns auf eine schmale Bank, tun so als ob wir schlafen. Der Mann an meiner Seite hat plötzlich auch eine Polizeiuniform an, gleichzeitig rutsche ich von der schmalen Pritsche nach rechts unten ab, auf dem abschüssigen glatten abgeschossenen Lederbezug. Ich klammere mich an die Uniform meines Partners, um nicht abzurutschen und ich versuche mit seiner Mütze seine Uniform etwas abzudecken, die Polizeibeamten dürfen die grüne Uniform aus irgendwelchen Gründen nicht sehen. In dem Raum ist eine alte Dame, die auf einem hölzernen verzierten Stuhl an einer Wand sitzt, uns ansieht, einen Zigarillo raucht und plappert  und uns wird klar, warum der Gang und der Raum tabu sind und das die Tür jetzt abgeschlossen ist. Plötzlich sieht man durch das Holzgatter ihrer Stuhllehne ein paar Augen und Bewegung. Uns ist klar, dass ist der/die Aufseherin der plappernden Alten. Auch die Aufseherin raucht einen Zigarillo und ihr Rauch vermischt sich mit dem Rauch der Alten. Diese riecht den anderen Geruch – vanillig, wird stutzig, weiß das sie beobachtet wird und hört auf zu plappern.

Die Geschichte endet, ich wache auf und liege wach und mir wird plötzlich klar – mitten in der Nacht:
Ich träume die Geschichten anderer Menschen oder die Geschichten meiner früheren Leben, aber viele, eher alle Träume, sind in der Neuzeit, meiner Zeit.
Was passiert in meinem Gehirn in allen diesen Nächten voller abstruser Träume ohne Zusammenhang, an Orten, an denen ich nie war und mit Menschen, die ich nie sah
und ich denke an eine entfernte Bekannte, die schizophren ist. Ist es eigentlich auch Schizophrenie, wenn man fremder Leute Geschichten träumt?
Die Nächte liege ich oft wach, um über das eben geträumte nachzudenken.
Die Tage bin ich gerädert, auch nach 10 Stunden vermeintlichem Schlaf, habe ich doch wieder Abenteuer erlebt, Geschichten durchwacht, bin die Nacht aufgewesen, treppauf treppab gewandert.

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Homo boegensis

Technikaffin und Smartphonevieluser, der ich schon bin… und selbstkritisch … schaue mich um in der Welt und beobachte. Der moderne Mensch – der Homo sapiens – geht in die nächste Phase über. Ich kreiere hiermit den neuen Begriff – Homo boegensis (gesprochen homo beugensis, da es das „eu“ im lateinischen so leider nicht gibt).

Was macht ihn aus?

Wie beschreibt man ihn?

Die Hände: Der Homo boegensis besitzt an jeder Hand noch 2 komplett ausgebildete Finger. Den Zeigefinger und den Daumen. Die anderen Finger haben sich zurückgebildet. Wichtig verbleiben die beiden Greiffinger um das Handy zu halten und zu tippen. Handwerkliche Tätigkeiten (Dienstleistung statt bauen, neukaufen statt reparieren) bis zu kochen (FastFood reinschieben), einkaufen (übernimmt der Kühlschrank), sich den Hintern putzen (wird auch vermehrt von vollautomatischen Toiletten nach japanischem Vorbild vorgenommen) werden zunehmend unnötiger.

Die Beine: Ab der Hüfte abwärts verkümmern die Muskeln und die Knochenstruktur bildet sich zurück. Ist Euch aufgefallen wie oft man Kinder in den neuen faltbaren Bollerwagen sitzen sieht (einst für den Strand gedacht, heute Statussymbol was man alles außerhalb der 4 Wände zeigen kann und nicht tragen will) und in Kinderwägen aller Art, obwohl sie Beine bis zum Boden haben und sich nicht mehr im Alter des ganztägig notwendigen Rollentransports befinden? Auch Bewegung an sich wird ja zunehmend überbewertet. Zum Kindergarten fahren statt laufen. Vor dem Fernseher sitzen statt Baumhäuser bauen.

Das Rückgrat: Es wird sich eine Rückgratverkrümmung herausbilden durch das ständige sich über das Handy beugen. Bereits als Handy-Nacken bekannt, denke ich, wird sich die Wirbelsäule langfristig verrunden. Ein Geradeausschauen wird zunehmend schwierig, aber auch nicht mehr notwendig, da die Kommunikation mit einem realen Gegenüber seltener wird. Auch Autofahren (Geradeausschauen) wird ja abgeschafft und durch autonomes Fahren ersetzt, so dass man sich in der Zeit des Fahrens auf Schlafen im Sitzen (Kopf fällt nach vorne), Beugen über Handy, Computer, Buch (?) besinnen kann.

Na denn, auf in die nächste Generation: Homo boegensis.

boller

Helmquatsch unter Kollegen

Fragt mich doch der Kollege Unschulds-Greenhorn–Möchtegern–Biker nach Tipps zur korrekten Helmbenutzung … Bereitwillig helfe ich weiter, um ihn gleichzeitig in die Welt des echten Bikers einzuführen:

Problem1: Die Nahrungsaufnahme bei geschlossenem Visier ist nahezu unmöglich

Ich: ein echter Biker isst nicht, er trinkt, vorzugsweise Bier mit Cola und Kirschlikör, genannt Gois, welches er sich durch das geöffnete Visier über einen Trinkhalm einflösst

Problem2: Das Waschen des Gesichtes und der Haare ist nur bedingt möglich

Ich: Ein echter Biker hat immer einen Helm auf, Haare waschen deswegen nicht nötig. Das Gesicht wird durch gelegentliche Regenfahrten bei geöffnetem Klapphelm erfrischt. Eincremen ist für ein sonnen-, wind- und wettergegerbtes Bikergesicht sowieso nicht nötig

Problem3: Zähne putzen geht nur mit einer 2-fach gebrochenen Zahnbürste

Ich: Ein echter Biker lacht unter dem Helm und möchte den Fahrtwind spüren. D.h. er fährt bei offenem Visier, was bedeutet, dass sich Fliegen und Teerklumpen in seinem Gebiss befinden müssen. Abends beweist er damit auch anderen Bikern, dass er ordentlich unterwegs war und putzt deswegen keine Zähne

Problem4: Pullover oder ähnliches lässt sich nur schwer anziehen

Ich: Ein Biker trägt Hemden. Typ Holzfäller

Problem5: Der Komfort beim Schlafen ist sehr eingeschränkt

Ich: Ein Biker schläft auf der Bierbank, meist nach Genuss manch alkoholischem und braucht deswegen weder den Komfort eines Bettes, noch ein Kissen

Problem6: Der Kinnriemen drückt

Ich: Schwierig! Dieses Problem wird aber meist durch rasante Fahrt besser, da hier der Helm leicht nach hinten gedrückt wird und somit andere Druckstellen zum Tragen kommen

 

Ihre Projektleitung für bikerfreundliche Kleidung aller Art

PS: Absoluter Unsinn muss auch mal gesagt sein.

und die Affenbande lacht

Hach, kommt doch die Kollegin aus dem Urlaub auf der Insel Bali zurück und erzählt von den Affen in einem Park und das sie ziemlich Angst hatte.

Und ich erinnere mich – gerne!!

Als ich mit einer Freundin vor ein paar Jahren Bali besuchte, sassen wir auch in dem Park und die Affen sassen überall – friedlich. Wir sassen auf einer Bank und genossen es. Meine Freundin hatte eine geschlossene Handtasche dabei, in der sich, nicht sichtbar, eine Banane befand. Ein Äffchen setzte sich neben sie, schaute harmlos. Schaute zu mir, schaute zu Beate, schaute in die Gegend  – unbedarft. Wäre es ein Film mit Ton, hätte das Äffchen harmlos vor sich hin gepfiffen. Dann rutschte es näher, öffnete die Handtasche, griff hinein, holte die Banane heraus, sah noch mal kurz zu uns – ich glaube mit einem leichten Nicken – und setze sich einen Meter weiter und begann zu mampfen. Was für eine schöne Erinnerung.