Ode an Osmin

OsminEs gibt diese Tropfen da muss man zwangsläufig dabei oder danach nach einem Gedicht suchen. Der OSMIN aus dem Priorat! Ein Jahrgang 2006, gekauft für 30.- Euro in Falset/Priorat auf der Weinmesse, etwa 10 Jahre in den Keller gelegt und dann kam der Tag für ihn.

Ein jeder Tropfen ein Gedicht. Grenache gepaart mit Carinena, Syrah, Cabernet Sauvignon und Merlot.

10 von 10 Dagi-Punkte

Auszug aus Hertels Gedicht:

Schenkt mir ein Lächeln mit rosigen Wangen!

Zeigt mir, O Götter, die Liebe im Sein.

Nennt mir das Wunder, das weiße (hier rote!) Geheimnis,

öffnet die Pforten zum heiligsten Schrein.

Gibt auch die Sonne ihr Licht allen Wesen,

schenkt sie ihr Gold doch alleine dem Wein.

Nachts, wenn die Schatten die Strahlen verschlingen,

leuchtet in ihm noch ihr kostbarster Schein.

Ein zarter Tropfen benetzt unsre Lippen,

ein heller Funke entfacht unser Blut.

Geist und Gefühl, Kontinente der Seele

atmen vereint in der schillernden Glut.

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Why we ride

Es ist dieser Flow. Das Zusammenspiel von Mensch, Motorrad, Strasse, Landschaft. Selten eine so treffende Beschreibung gelesen. Text: Arno Frank in Craftrad 08/2017:

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Letztens unterhalte ich mich mit einem Kollege über meine letzte Reise und er sagt (Nichtmotorradfahrer aus Leidenschaft und Überzeugung) „ja, wenn er mit seiner Frau alljährlich mit dem kleinen Mietwagen über Sardinien fährt, dann hat er auch dieses Gefühl – schön mit Klimaanlage auf 25Grad und Radio“. Und dann weiß ich, der Mann kann es nicht verstehen, dass Motorradreisen mit allen Sinnen erlebt wird. Der Geruch des Steppengrases des Extremadura, die Ziegen auf Korsika, die Mandelblüte in Andalusien, die Hitze in Sizilien, die Kälte in Polen, die Geräusche des Windes, der Staub und die Nässe der Strasse. Er schaltet mit seiner Klimaanlage das Temperaturempfinden aus und mit dem Schließen der Autotür den Geruch und mit dem Anschalten des Radios die Umgebung. Und er weiß es nicht einmal.

Rückblick 2016

Ohnmacht vor all dem was 2016 mit uns passierte:
Bedenklicher Zulauf zur AfD und ähnliche Tendenzen in anderen Ländern, bedenkliche und unsoziale Rechtsentwicklungen um uns herum, Brexit, Trump und seine haarsträubende neue Truppe, die Entwicklung in der Türkei, Russland unberechenbar, Italien wankend, Verfall der Sparzinsen *, der IS-Terror, humanitäre Katastrophe: der Syrienkrieg, Tod des Fidel Castro und vieler namhafter Prominenten und Tod all jener für die meisten Namenlosen.
Chaos und Krisen und das alles in der Friedenszeit.
Was ist los mit uns?

Und mein 2016?
rueckblickGemischte Gefühle. Zu viel Stress, zu viel negativer Stress, mehr graue Haare und neue Falten.

„Alter ist eine herrliche Sache, wenn man nicht verlernt hat, was anfangen heißt.“ von Martin Buber
Entscheidungen fürs Leben, die richtig waren. Schöne Entscheidungen. Ängste, über meine selbsterwählte neue berufliche Zukunft und glückliche Gefühle an der Seite meines Mannes. Ein Durcheinander, durchbrochen von schönen Reisen, guten Gedanken, viel Lachen und tanzen im Regen.
2017 mag mir und allen auf der Welt bitte ein bisschen mehr Positives bringen. Deswegen auch ein positives Bild auf dieser Seite. Für 2017: „Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.“ von unbekannt.

* Achja, ein interessanter Beitrag aus dem Stern Nr.51/2016 für die, die das Geld nicht in der Matratze (Achtung Milben) oder auf der Bank (Achtung Bankenkrise) lagern, sondern in Diamanten investiert haben: Es war keine gute Idee. Martin Roscheisen/Nähe San Francisco züchtet Diamanten im Labor. Nur/Höchstens durch aufwändige Laboruntersuchungen von Edelsteinexperten von echten Naturdiamanten zu unterscheiden. Also doch beim Gold bleiben, noch ist es der Alchimie nicht gelungen dieses Material herzustellen.
Kein Rückblick ohne einen guten Rat *lach*. Macht etwas aus 2017. Ich arbeite an einer guten Zukunft.

neue Begriffsdefinition Dilettantismus von Jeff Koons

Dilettantismus, dass ist das worüber wir doch immer wieder stolpern, meinen wir zumindest, denken hinterher, wir sind die Deppen vor dem Herrn, hauen uns an die Stirn und sagen ooooh, oder wir tun genau das über andere und sagen oooooohhhhhh.

Interview Jeff Koons im stern 28

Interview Jeff Koons im stern 28

Jeff Koons, ah, kennen wir nicht gleich, wir sind ja auch Dilettanten. Seine Kunst ist jetzt nicht so meine. Nicht ganz mein Geschmack, zu bunt, zu aufregend. Aber: Im stern Ausgabe 28 gibt es links zu lesendes Stückchen aus dem Interview mit diesem Künstler.

Der Duden sagt uns „nicht fachmännisch / als Laie / stümperhaft / unzulänglich“. Also ein Negativwort, absolut. Nun diese Interpretation! Jep, gefällt! Damit kann man(n)/frau als Dilettant doch gut leben, sogar stolz darauf sein, und ja, jede Sekunde lerne ich gerne dazu! Und hoffentlich höre ich mit dieser „Form“ des Dilettantismus nie auf.

Danke Jeff Koons für diese Erklärung.