The front side of the moon

3654326754762354823547625 Drillionen Bilder wurden wahrscheinlich Freitag Nacht geschossen. Ich war auch dabei und habe es genossen Zeit zu haben, zu schauen und das 400er Objektiv mal wieder zu nutzen.

Nun bleibt nur eins: Warten bis der Mann im Mond mich verklagt, wegen Datenschutz und so.

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Schönes mit Regen

Ein Mensch bat mich etwas Schönes für ihn zu machen. Ich dachte an Regen und ich dachte, dass jeder Regen auch schön ist, sieh nur die Tropfen, dass der Regen uns danach seine Welt zeigt, reingewaschen, leuchtend, voller Kraft. Ich dachte, dass man immer offenen Auges durch die Welt fahren sollte, vor jeder Kurve ist unbekanntes, nach jeder Kurve kann schönes sein. Wie im Leben. Und ich roch mit den Bildern nochmals den Regen und ich roch den Acker und ich hob meine Nase in den Wind und spürte ihn und ich spürte das satte Brummeln unter mir und die Reifen auf dem Asphalt und ich spürte meine nassen Handschuhe und ich fror und es war egal beim Anblick dieser Kurve und seinem Himmel, den die Kurve extra für meine Kamera gebucht hatte. Der Wegweiser in den Wolken zeigt in die Kurve und er zeigt auch auf helles freundliches. Siehst Du das?

Es war mir ein Vergnügen etwas Schönes zu machen. Aufgabe erledigt. Gute Nacht da draussen.

Regentropfen unterwegs

eine Weihnachtsgeschichte

Sie lagen eng umschlungen auf einer Ein-Personen-Liege und hatten genug Platz. Die vielen Stimmen und Menschen um sie herum waren bedeutungslos. Sie hatten sich. Sie hatte ihren Kopf auf seiner Schulter. Sie schaute zu ihm auf, lächelte ihn an und sagte: Du bist der Himmel, die Sonne, die Sterne und der Mond in unserer Welt.
Er sah zu ihr hinunter, lächelte und sagte: Und Du bist meine Fee darin.

Es klingelte rot-silbern aus der Ferne, fast nur für ihre Ohren. Sie sahen sich tief, voller Gefühl, in die Augen.
Die Welt stand für den Flügelschlag eines Engels still. Die meisten auf der Welt merkten nichts davon. Viele zwinkerten verdutzt und gingen ihrer Tätigkeit weiter nach. Manche hielten inne, dachten an ihre Liebsten, machten den Mund zu und sprachen ihren Satz zu Ende, wenn sie konnten. Manche schauten sich um und fragten sich, was geschehen war. Die, die schliefen, lächelten kurz im Schlaf.
Die Engel jubilierten und sendeten mit dem Weihnachtsmann goldene Regenbogen und silberne Sternschnuppen als Geschenke in die Welt.

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Buch Kapverden, fertig geworden

Autor Daniel Kehlmann in einem Interview diese Woche: Filme haben immer einen Zugang von aussen. Man sieht die Menschen, die Dinge von aussen. Ein Roman schildert die Innenansicht von Menschen. Näher kommt man der Möglichkeit ein anderer zu sein nie, als im Lesen und Schreiben.

Ja, ich stimme zu was das Lesen angeht. Kann ein guter Film uns bereichern? Ja. Unbedingt auch. Kann uns gar eine stumpfsinnige TV-Serie beflügeln, uns bereichern? Sie kann unseren Kopf abschalten, kann uns von der Arbeit herunterfahren. Ja. Aber was bleibt, nach einem langen Arbeitstag und vielleicht einer langen Hin- und Rückfahrt dann noch übrig vom Tag? Stumpfsinn? Emotionslosigkeit? Farblosigkeit? Phantasielosigkeit? Will ich nicht ein Leben nach der Arbeit haben? Sollte das Leben nicht Farbe haben? Sollte man nicht Gedanken haben? Etwas schaffen? Ja, Herr Kehlmann. Lesen und Schreiben ist die Möglichkeit ein anderer zu sein. Ich habe keinen Roman erschaffen, nur ein Reisetagebuch, aber doch bin ich in die Welt eines anderen geschlüpft, nicht in die Welt einer Figur, nur in die Welt eines Schaffenden, nur in die Welt neben der Arbeit. Dieses Projekt hat Zeit gekostet, wertvolle Zeit in einer anderen, bunteren, Welt. In der Welt des Schreibens, der passenden Illustration, nach der Welt der Fotografie, meiner Fotografie.
84 Seiten sind es geworden. 42 Seiten Text, Anekdoten. 42 Seiten Fotos, die mein Kopf gar nicht braucht, da sie darin leben. Ein Buch für das Buchregal. Ein Staubfänger, oder eigentlich ein Traumfänger. Ein Traum, ein Buch gemacht zu haben, nicht nur ein Fotoalbum. Nur so ein Buch und doch mein ganzer Stolz. Meine Arbeit. Meiner Hände Arbeit, meiner Gedanken Arbeit.

mein Buch über die Kapverden

mein Buch über die Kapverden

Nun habe ich auch Ziel 3 von 3 erledigt. Ich habe lange daran gearbeitet, wollte das letzte Ziel nicht fertigmachen, wollte aufsparen, dass ich etwas zum Fertigmachen habe. Nun …. ich werde wohl ein neues Ziel erschaffen müssen.