moderner Sklavenhandel – Teil 13

Gute 6 Monate sind vorbei. Die Probezeit in der neuen Firma mit Bravour bestanden. Ich laufe auf Halbgas, bin gut unausgelastet und um mich herum fallen sie um wie die Mucken vor lauter stressigem Arbeitsanfall. Verkenne ich die Lage oder kann ich einfach arbeiten und mit hohem Arbeitsanfall gut umgehen? Bald jede Abteilung kann einen Mitarbeiter vermelden, der langzeitkrank ist wegen Burnout. Langzeitkranke, Mitarbeiter in Rehabilitation, gekündigt wegen Dauerstress, am Ende ihrer Kräfte. Ich kenne das aus meiner alten Firma nicht und wir haben wirklich gerackert… Der Arbeitstag war immer länger – bei 40 Stunden-Woche – und nun erlebe ich wie sie bei einer 35 Stunden-Woche reihenweise umfallen. Bin es tatsächlich ich, als Frischling, der nicht ausgelastet ist? Lebe ich in Schonfrist? Warum? Ist es so, dass Burnout gut kommt, wenn man ein paar Wochen zu Hause bleiben will und man erkennt an den Kollegen, dass es funktioniert? Ich mag es nicht glauben und glaube es auch nicht, weiß ich doch, dass es Burnout wirklich gibt. Ich habe das Schlaraffenland erreicht, beste Arbeitsbedingungen, gutes Umfeld, gute Auftragslage, wunderbare Kollegen. Was sehen die anderen? Der Gang zum Arzt wegen Tinnitus „der Gedanke an die Firma lässt mich nicht schlafen, mein Kopf brummt, die Teamleitung ist so anstrengend“. Zack, beurlaubt. So geht 2016 und 2017 dahin mit Dauerkranken. Der Tinnitus hat in 2017 85 Tage frei (die er auch braucht, da krank!) aber auf seinem Schreibtisch bleibt gar nichts liegen. Ist das der eigentliche Stress? So gingen sie hin, mehrfach und mehrere. Mag ich es keinesfalls nicht glauben, aber was ist da los? Ich stehe vor einem Rätsel.

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nachspüren

Micha Herz

Manchmal liege ich einfach so da, suche Dich in den zarten Schwingungen, die Deine Schritte hinterliessen. Halte die Nase in den Raum und suche Deinen Geruch, der verflogen ist. Ich strecke die Hand aus, versuche Deinen Abdruck in den Kissen zu ertasten. Alle Sinne fühlen sich angekommen an, wenn ich so liegend die Augen schließe und nach Deiner Ruhe und Wärme nachspüre.

moderner Sklavenhandel – Teil 11 Bingo

Ist es nicht eine schöne Bestätigung, wenn man einen Plan schmiedet, diesen verfolgt und erfolgreich abschließt?

Ich habe mich auf viele viele Stellen beworben, auch auf solche, die in meinen Bereich fallen, die ich aber nicht hätte ernsthaft haben wollen.

ameiseIch habe viele Gespräche führen dürfen – in Telefoninterviews und vor Ort bei den potentiellen Arbeitgebern.

Die meisten Gespräche waren haarsträubend und zwecklos und haben mich viele Nerven und viel viel Frust gekostet…

Und doch wurde ich mit jedem Gespräch cooler, gewiefter, war für das nächste besser vorbereitet, lernte aus der Erfahrung und den Fragen, um dann bestens vorbereitet

Bingo

in einem Gespräch zu sitzen – in einer Firma, die mich WIRKLICH interessierte.

Und Bingo

Das Gespräch war super, das Zweitgespräch noch besser, die Gegenüber kompetent, sympathisch, echte Menschen mit echten Fragen zu einer echten neuen Arbeitsstelle! Und dann ging alles ganz ganz schnell.

Und Bingo

Ich habe den Job! Traumjob möchte man sagen. Es hört sich alles fantastisch an und ich freue mich dort anfangen zu dürfen.

Die Odyssee hat ein Ende und beginnt hoffentlich nicht in der Probezeit nochmals…

Liebe Leser, Danke für’s Mitfiebern 😉

Euer fleissiges Ameischen

Rückblick 2016

Ohnmacht vor all dem was 2016 mit uns passierte:
Bedenklicher Zulauf zur AfD und ähnliche Tendenzen in anderen Ländern, bedenkliche und unsoziale Rechtsentwicklungen um uns herum, Brexit, Trump und seine haarsträubende neue Truppe, die Entwicklung in der Türkei, Russland unberechenbar, Italien wankend, Verfall der Sparzinsen *, der IS-Terror, humanitäre Katastrophe: der Syrienkrieg, Tod des Fidel Castro und vieler namhafter Prominenten und Tod all jener für die meisten Namenlosen.
Chaos und Krisen und das alles in der Friedenszeit.
Was ist los mit uns?

Und mein 2016?
rueckblickGemischte Gefühle. Zu viel Stress, zu viel negativer Stress, mehr graue Haare und neue Falten.

„Alter ist eine herrliche Sache, wenn man nicht verlernt hat, was anfangen heißt.“ von Martin Buber
Entscheidungen fürs Leben, die richtig waren. Schöne Entscheidungen. Ängste, über meine selbsterwählte neue berufliche Zukunft und glückliche Gefühle an der Seite meines Mannes. Ein Durcheinander, durchbrochen von schönen Reisen, guten Gedanken, viel Lachen und tanzen im Regen.
2017 mag mir und allen auf der Welt bitte ein bisschen mehr Positives bringen. Deswegen auch ein positives Bild auf dieser Seite. Für 2017: „Genieße den Augenblick, denn der Augenblick ist dein Leben.“ von unbekannt.

* Achja, ein interessanter Beitrag aus dem Stern Nr.51/2016 für die, die das Geld nicht in der Matratze (Achtung Milben) oder auf der Bank (Achtung Bankenkrise) lagern, sondern in Diamanten investiert haben: Es war keine gute Idee. Martin Roscheisen/Nähe San Francisco züchtet Diamanten im Labor. Nur/Höchstens durch aufwändige Laboruntersuchungen von Edelsteinexperten von echten Naturdiamanten zu unterscheiden. Also doch beim Gold bleiben, noch ist es der Alchimie nicht gelungen dieses Material herzustellen.
Kein Rückblick ohne einen guten Rat *lach*. Macht etwas aus 2017. Ich arbeite an einer guten Zukunft.

moderner Sklavenhandel Teil 8

neuerunsinnvondagi auf Jobsuche, ungekündigt, entspannt, glaubt sie:

Ich habe ein (un)interessantes Vorstellungsgespräch. Leider hat sich in den ersten 4 Minuten herausgestellt, dass die junge Dame mein Anschreiben entweder nicht gelesen hat oder des Lesens nicht mächtig ist. Nun, wie sagt man so schön „Lesen gefährdet die Dummheit“. In meinen Recherchen stiess ich auch auf dieses interessante Stellengesuch eines Lupenreinen Researcher (m/w):  Du vereinst gängige Recruiting-Methoden mit kreativen Ideen? Die Qualität Deiner Arbeit steht bei Dir an erster Stelle? 

OK, ich will damit nicht sagen, dass die junge Dame im ziemlich unprofessionellen Gespräch hier Lücken hatte….

Jedenfalls werde ich beim Gespräch nochmals gebeten meinen Lebenslauf in das von der Dienstleistungsfirma vorgegebene Format und Formular einzugeben und zwar EXAKT so wie vorgegeben (ich habe im Vorfeld per Übertrag aus einem pdf Blöcke eingefügt, die damit lesbar vorhanden waren, aber als eingefügtes Bild nicht bearbeitbar durch einen Dritten), mit der Begründung „wenn das anders aussieht, haben Sie ja bei unseren Kunden schon gar keine Chance und außerdem müssen wir den Lebenslauf ja anpassen können

Wie? Meinen Lebenslauf anpassen? Was? So Daten ändern, Firmen rausnehmen, etwas einfügen gar? Ist das eigentlich Urkundenfälschung?

Ich habe mich dann nicht weiter darum gekümmert und bleibe bei der von mir ungefälschten Variante…. ganz im Sinne des Kunden….

der schönste Tag !

Zum 21. Juli 2016 kann es nur etwas zum Thema Glück geben. Eine Entscheidung zum restlichen Leben und ein Ja, gegeben an das Glück.

Glück

Solang du nach dem Glück jagst,

Bist du nicht reif zum Glücklichsein,

Und wäre alles Liebste dein.

 

Solang du um Verlornes klagst

Und Ziele hast und rastlos bist,

Weißt du noch nicht, was Friede ist.

 

Erst wenn du jedem Wunsch entsagst,

Nicht Ziel mehr noch Begehren kennst,

Das Glück nicht mehr mit Namen nennst,

 

Dann reicht dir des Geschehens Flut

Nicht mehr ans Herz, und deine Seele ruht.

 

Zitat von Hermann Hesse (Wege nach Innen)

 

Ziele habe ich genug und ich hoffe es werden immer welche mein Leben bereichern, aber rastlos bin ich nicht mehr.

Das Glück hat einen Namen und berührt mein Herz. Angekommen bin ich und meine Seele ruht.