Hey Mario, wollen wir ein paar Tage Moped fahren?

So fing es an und wenig später trafen wir uns im Vogtland um ein paar Tage die Reifen zu bewegen. Dieses Kopffreifahren in angenehmer Gesellschaft.

Durch das Vogtland, über spektakuläre Pässe, vorbei an Kohlefabriken, durch die Zittauer Berge, Dhinein nach Polen, die Landschaft bleibt ähnlich, die Häuser sind ganz anders, Burgen laden als Hotel ein und fremdartige Marktplätze (Jelenia Gora) und die Kirche Wang (aus Norwegen eingekauft und wieder aufgebaut) rauben einem den Atem. PLWeiter nach Tschechien durch einen Tag, der nur dem Regen und seinem Begleiter dem Nebel gehört. Wir fahren und sehen nichts. Die Hände sterben ab (wir haben Anfang September…), der Kragen zieht Wasser, es ist bitterkalt und doch findet sich am Abend ein warmes Hotelzimmer in Jesenik und ein ausgezeichnetes Lokal für die Erholung. Das Altvatergebirge lässt das Herz höher schlagen als wir am folgenden Tag Richtung Spindlermühle und zum Ursprung der Elbe CZstundenlang ohne nennenswerten Verkehr dahin fahren. Der Reifen glüht, unsere Herzen auch wieder. Ein Besuch auf dem Jested-Fernsehturm steht an und schon beim näher kommen an den Berg denke ich, hmmm, das Hinauffahren lohnt nicht, Nebel herrscht. Wir machen es trotzdem, verlassen die Sonne und tauchen ein in ein dicke Nebelwand, der nur eine echte Suppe im Fernsehturm kontra geben kann. Über Bad Schandau geht es zurück nach Deutschland, eine Nacht nach Dresden mit dem Zwinger, der Neustadt, den Hinterhöfen, der Frauenkirche.DresdenEin Abstecher, nochmals nach Tschechien auf freier Bahn für freie Bürger, cz 2und wieder ins Vogtland. Wieder völlig unnötig herumgekurvt und doch tat es so gut! Fremde Baustile gesehen, Häuser aller Art in verschiedenen Farben, ein Nutria kreuzte unseren Weg, fremde Getränke, fremdes Essen. Die Weite und der Platz im Osten. Erleben und Leben.

Wir trennen uns an einer beliebig ausgewählten Tankstelle und schalten unsere Navis auf die Heimadresse um. Für mich 370 km. Für Mario 340 km. Das kann kein Zufall sein. Es hat einfach gepasst. Die Tour, das zusammen Kurven geniessen und die Fremde – im Regen und ohne.

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