Das Recht auf Glück

Was für eine schwierige Situation.
Sie, 28 Jahre unglückliche Ehe – gut, ein anderes Thema, warum man dann 28 Jahre darin bleibt.
Sie, danach 2 Partner, mit denen es nicht so geklappt hat.
Sie, lernt einen neuen Mann kennen.
Sie, ist bis über beide Ohren verliebt.
Er, will nicht mehr alleine sein.
Er, spürt in sich nicht die Liebe zu ihr, die er sich in einer Partnerschaft wünscht.
Sie, bekommt, wirklich ganz am Anfang der neuen Liebe, von den Ärzten mitgeteilt, dass sie einen nicht zu operierenden Hirntumor hat.
Lebenserwartung mir unbekannt.
Er, ist nicht ganz sicher, ob sie es für ihn ist – unabhängig von ihrer Krankheit !
Er, schluckt und will sie nach ihren 3 Vorgeschichten nicht enttäuschen.
Er, sucht nicht das schnelle Abenteuer, sondern lang anhaltende Geborgenheit.

Wer hat nun ein Recht auf Glück?

Er, der nicht mehr alleine sein will und eine Partnerin sucht für gemeinsames Arbeiten, Reisen, Leben ?
Sie, die nochmal glücklich sein will, bevor es vorbei ist ?

Hat sie das Recht, ihm ihre Pflege in den Tod zuzumuten ?
Hat sie das Recht, ihm ihre große Liebe zu gestehen, wohlwissend, dass sie bereits geistige/körperliche Aussetzer auf Grund ihres Hirntumors hat ?
Hat er das Recht, ihr zu sagen, dass er sich ein anderes Leben vorstellt und er in ihr nicht die neue Partnerin sieht ?
Hat er nicht auch ein Recht glücklich zu sein ?

Sie sind nicht seit Jahren ein Paar, welches zusammenlebt und eine Vergangenheit hat.
Es ist ein Paar, welches sich gerade gefunden hat.
Sie sind in der Kennenlernphase.

Darf sie das ?
Darf er sich herausziehen ?

Ich bin so hin- und hergerissen. Hätte ich nur nie seine Geschichte erfahren.

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ICH WÜNSCHE DIR GENUG

Was für eine Geschichte… mir stehen so ein bisschen die Tränen in den Augen, hier auch für meine Leser und ihre Gedanken:

(c) Bob Perks, Übersetzung: Deep Consonance

Kürzlich beobachtete ich eine Mutter und Tochter bei ihrem Abschied am Flughafen. Sie umarmten sich und die Mutter sagte: “Ich liebe dich und ich wünsche dir genug.”

Die Tochter antwortete: “Mama, unser gemeinsames Leben ist mehr als genug. Deine Liebe ist alles, was ich je benötigt habe. Ich wünsche dir genug, Mama.” Sie küssten sich und die Tochter ging. Die Mutter ging zum Fenster, wo ich saß. Ich konnte sehen, dass sie weinen wollte. Ich versuchte, nicht in ihre Privatsphäre einzudringen, aber sie sprach mich mit der Frage an: “Haben Sie jemals jemanden verabschiedet, mit dem Wissen, dass es für ewig sein würde?” “Ja, habe ich”, antwortete ich. “Verzeihen Sie mir die Frage, aber warum ist das ein Lebewohl für immer?”

“Ich bin alt und sie lebt so weit weg. Ich habe einige Herausforderungen zu bewältigen und die Realität ist, dass ihre nächste Reise zurück, für meine Beerdigung sein wird”, sagte sie. Als sie sich verabschiedeten, hörte ich Sie sagen: “Ich wünsche dir genug.” Darf ich fragen, was das bedeutet? ” Sie fing an zu lächeln. “Das ist ein Wunsch, der über Generationen in unserer Familie weitergegeben wurde. “Wenn wir sagen, ‘Ich wünsche dir genug” wünschen wir, dass das Leben der anderen Person, mit gerade genug guten Dingen gefüllt ist, dass sie das Leben aufrecht erhalten kann. ”

“Ich wünsche dir genug Sonne, damit deine Einstellung hell ist.

Ich wünsche dir genügend Regen, damit du die Sonne mehr zu schätzen weißt.

Ich wünsche dir genug Fröhlichkeit, damit dein Geist lebendig bleibt.

Ich wünsche dir genug Schmerzen, so dass die kleinsten Freuden im Leben viel größer erscheinen.

Ich wünsche dir genug zu bekommen, damit dein Wünschen befriedigt wird.

Ich wünsche dir genug Verlust, dass du alles was du besitzt zu schätzen weißt.

Ich wünsche dir genügend „Hallo’s,“ damit du den endgültigen Abschied bewältigen kannst.”

Dann begann sie zu weinen und ging weg.

Man sagt, es dauert eine Minute, um eine besondere Person zu erkennen. Eine Stunde, um sie schätzen zu lernen. Einen Tag, um sie zu lieben. Und ein ganzes Leben, um diese zu vergessen.

(c) Bob Perks, Übersetzung: Deep Consonance

ein Käsebrötchen mit aussichtsreicher Beilage

Es ist manchmal unglaublich wie ein Käsebrötchen schmecken kann… wenn man damit beim Wandern ist, das Wetter wundervoll ist, die Füße über dem Abgrund hängen und frau mit einem lieben Freund den Tag verbringt. Gestern geschehen und gesehen:

Blick von der Teck

Blick von der Teck

Eine der schönsten Wanderungen am Albtrauf, bei Kirchheim/Teck, mit grandiosen Aussichten. 14 km.

für Jochen, mein Freund der Held

Held, mutig hast Du Dich in einen gefrorenen Wasserfall gestürzt und mir einen Eiszapfen herausgeholt – den Schönsten

Held, ohne Klagen hast Du Dir eine Blase angelaufen, um mir auf der Wanderung Deinen Heldentum zu zeigen

Held, meinen kuriosen Geschichten hast Du gelauscht und mir Deine erzählt

Held, Du lachst mit mir, laut und ehrlich, über die abstrusesten Dinge

Held, wir schreiben ein Buch zusammen, jeder ein Kapitel, über die Welt da draussen und uns – die Idee alleine zählt

Held, Du hängst Deinen Freunden den Mond an den Himmel und erfreust Dich selbstlos daran

Held, Du bist ohne Überlegen ins Auto gestiegen, wenn ich geweint habe, um mich 20 Minuten wortlos im Arm zu wiegen

Held, mit Dir habe ich Zigaretten auf dem Balkon geraucht, obwohl ich nicht rauche – wegen der schönen Solidarität einer Freundschaft

Mein Held, wie Du Dich selbst nennst – jetzt wagst Du einen neuen Schritt im Leben, veränderst Dich der Liebe wegen in ein gemeinsames Nest. Gemeinsam sind wir auf den Knien gerutscht und haben Parkett verlegt, ich habe Dir schnell den Rasen gemäht, Dir diese unendlich gut klebende Tapete aus der Küche geschabt und Dir einen Salat mitgebracht, als die Küche noch leer war. Nun ist das Nest voll mit Eurer beider Kartons und ich wünsche Dir von so grossem Herzen – wie Du mich gelehrt hast eines zu haben – alles Gute, mein Freund!

WIR ist ein schönes Wort

Wir ist irgendwie so ein ganz arg schönes Wort.
Wenn man sich bewusst macht, was darin steckt.
Da steckt zusammen drin, miteinander, Gefühle. Da steckt drin, nicht alleine und nicht einsam zu sein.

Irgendwie wurde mir das vor Kurzem bewusst, dass das Wort WIR schöner ist, als manch anderes Wort, welches Freundschaft beschreiben kann.
Ist es in einer Freundschaft nicht wesentlich für einander da zu sein? Sollte es nicht immer ein gutes Gefühl sein, sich zu kennen? Ist es nicht richtig und wichtig überhaupt ein wir zu haben, zu schätzen und zu kennen?

Das Bild aus meinem Fundus fand ich dafür einfach passend.

schon wieder Jahresrückblick im Papierkalender …

… das war doch eben erst? Was, 11,7 Monate soll es her sein?

EngelsruferDas Jahr war spannend, ereignisreich, voller Ideen, voller Lachen, Weinen, wütend sein, voller Inspiration, voller Kreativität, voller Leiden, voller Erschaffen, ja, fast würde ich es Kunst nennen wollen, voller Reisen, voller toller Menschen.

Ich bin ja modern-altmodisch. Ohne meinen kleinen Papierkalender lebe ich nicht. Da trage ich ein und da blättere ich beim Übertrag ins Neue Jahr darin und schaue, staune. Meine Güte, mein Engel, wie oft hat der Engelsrufer an meinem Hals geklingelt, fein geläutet, Dein Herz erwärmt und meines. Wie oft lese ich in meinem Herzen und in meinem Kalender. Wie viel Zartheit liegt darin. Wie viel Zeit hatten wir miteinander. Wie viele Gedanken, Träume uns verbindet. Du hast mich inspiriert und dafür danke ich. Ich danke für 2014, weil es schöne Zeiten hatte und ich danke der Kunst und Kreativität, die all der Schmerz in mir freisetzte und sich in Schönes umwandelte. Und ich danke, dass ich erkannte, was ich im Leben wirklich nicht will. Dafür nicht gleichsam, was ich will, aber doch, was es nicht sein darf. Ich will mit aller Unendlichkeit lieben und kreativ sein und darüber lachen und das Lachen, welches uns eint, lacht in mir. Mit aller Kraft meines Herzens, mein Engel, klingelt es zart.

WhatsApp und gute Freunde

schriftlicher Dialog unter Freunden – mein aktueller Livebericht:

A: Ist vielleicht gerade jemand in Stuttgart, bin im Cafe XXX?
B: Cafe XXX… als ich das letzte Mal dort war hat es mir nach dem Essen komplett den Magen umgedreht. Kenne seither jede Toilette zwischen XXX und zu Hause.
C: Du wieder.
B: Ich halt.
A: Neben mir sitzt einer und isst Suppe. Sollte ich ihn warnen?
C: Google mal die nächste Apotheke mit Nachtdienst.
B: WARNEN!!!!!!
A: Trau mich nicht. Aber ich werde ihn genau beobachten.
B: Nimm reichlich Iberogast.
C: Besser ist Paspertin und Immodium Akut.
B: Die Toilette ist oben.
A: Das Kristallweizen wird ja wohl i.O. sein…
B: Ungewaschene Zitrone drin?
C: Oder Reiskorn? Könnte nur wie ein Reiskorn aussehen!
B: Verdammt…. die Asiaten. Da weiss man doch wie dieee sind.
C: Trink genug Pastis hinterher!
A: Oh, mein Nachbar will dringend zahlen – ob er schon was spürt?
C: Halt ihm den Weg nach oben frei.
A: Ich tu mein möglichstes.
B: OMG! Nach dem XXX dann die nächste vor dem Parkhaus. Gib ihm ne Wegbeschreibung.
C: Und Kleingeld für die Klofrau.

B: A…. Du bist so still…. bist oben?

Pause

A: Hier muss man aufpassen, dass man nicht die falsche vermeintliche Klofrau auf der Strasse anspricht. Da könnten 50 Cent zu wenig sein.
B: Was machst sonst so im XXX?
A: Heute Livemusik um 21:00. Jetzt ist 21:03, keine Band zu sehen.
B: Oben?
C: Der ist oben. Der hatte die Suppe.
A: Ich sitze unten. Da ist auch die Bühne. Ist oben auch noch was?
B: Die Toilette, gerade besetzt.
A: Achso, der hat hier freie Kost.
B: Würde keine Gage bevorzugen.
A: Da ist er… krümmt sich ein bisschen.
(sendet Foto von Musiker mit tätowiertem Arm)
B: Und die schwarzen Schlieren am Arm… könnte die Pest sein.
A: Wenn die Richtung Herz wandern…
B: Geniese die Musik, ich gehe jetzt auf Toilette.
C: Da bin ich schon.

XXX ist ein Platzhalter
B bin ich.