moderner Sklavenhandel – Teil 14

Irre, ich lache laut auf und dann wird es ernst in mir…

Lachen die Personaler auch, die diese Jobs ausschreiben?

Nein, es ist nicht die Stellenbeschreibung, es ist die Job-Bezeichnung:

Lead Architect Electronic Controls Technology Development (m/f)

Location: Any major XFIRMAX Location

(wenigstens der Hauptsitz ist in den USA, aber die Ausschreibung ist für die deutsche Niederlassung, nach Nachfrage nicht in any)

oder hier noch schöner:

Operations Architect & Security Expert – Infrastructure Application & Workplace Services (m/f)

bei einer großen deutschen Bank in Deutschland.

Wer bietet diese Visitenkarten an, auf die das geschrieben werden kann? Und was verbirgt sich nur hinter diesen Jobs?

Die Welt ist ein verrückter Arbeitsort…

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moderner Sklavenhandel – Teil 12

Heute gelesen und verwundert den Kopf geschüttelt. Wieder einmal. Ich erinnere mich an meine und an die Stellensuche einiger meiner Bekannten. Lachplatte. Möchte mal wissen wie viele Dienstleister, z.B. Ingenieurdienstleister, alle ihre nicht real existenten Stellengesuche gemeldet haben und die dann von allen Dienstleistern doppelt und dreifach gemeldet werden. Flugs habe ich in die Webseite meines „Antilieblingsdienstleistungsunternehmens“ aus meiner Bewerbungsphase geschaut. Aktueller Stand heute: 1573 offene Stellen! Respekt! Die gehen alle in die untere Statistik ein. Wetten? Also 1,1 Millionen oder ein paar weniger, was solls….

n-tv online 08.08.2017

Rekord: 1,1 Millionen offene Stellen in Deutschland. Die Zahl der offenen Stellen liegt in Deutschland nach dem zweiten Quartal mit 1,099 Millionen auf einem Rekordhoch. Das teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit mit. Demnach erhöhte sich die Zahl um 35.000 freie Stellen im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres. Personal gesucht wird dabei vor allem im Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe. Im zweiten Quartal 2017 wertete das IAB Antworten von rund 7000 Arbeitgebern aus allen Wirtschaftsbereichen aus.

Lacto-VegganerIn

Man glaubt es nicht … viele Leute wissen nicht, dass ein Vegetarier keinen Fisch ißt und sie haben noch nichts vom Pescetarier gehört … und nun braucht die Welt also den Vegganer …
Es gibt den Ovo-Lacto-Vegetarier und den Lacto-Vegetarier … wäre nicht nun der Ovo-Vegetarier näherliegender als eine neue Wortschöpfung, die man nur geschrieben vom Veganer unterscheiden kann?

Hallo, ich bin Vegganer – mit Doppel-G.
      Fragendes Gesicht.
Naja, Doppel-G wie bei Egg, dem englischen Ei.
      Achso… äh, Du ißt also nur Eier?
Nein, nein, aber auch.
Und überhaupt, hat der Wortschöpfer schon nachgedacht, dass man von den Veggies spricht, wenn man Vegetarier meint (weniger gebräuchlich ist tatsächlich das hier richtiger erscheinende Vegie) ?
Damit wären also alle Vegetarier automatisch Eggies … oder doch Milchies?
Häh?
Die Welt ist ein merkwürdiger Ort … Mahlzeit …
Ich beiße beherzt in mein vegetarisches Käsebrötchen, belegt mit einem Ei und nenne mich fortan Lacto-Vegganer. So, des ham‘ wr‘ nun davon.
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Quelle: Zeitschrift über Nahrung/Essen (genauen Titel habe ich leider nicht notiert)
Habe nach Recherche allerdings festgestellt, dass es die Wortschöpfung seit ungefähr Anfang 2016 gibt. Ich bin also spät dran *zwinker*

moderner Sklavenhandel Teil 7

Ein ausgezeichnetes sehens- und hörenswertes Schmankerl über die Situation, wie ich sie beginne zu begreifen:

Youtube Video C.Sieber/T.Mann

Ich setze nach, aus meinem Erlebnis diese Woche:

Ein nichtnamhafter Ingenieur-, IT- usw.-dienstleister mit 400 Mitarbeitern (nein, nicht in der Verwaltung oder die Recruiter, sondern auch alle „echten“ Mitarbeiter an mehreren Standorten sucht:

1351

1351 ? Die Zahl der Woche.

Mein voller Respekt! Das ist Wachstum und Zutrauen, dass man mit 400 Mitarbeitern, geschätzte maximal 50 im Recruitungbereich, so viele Neueinstellungen gut abhandeln kann und der neue Mitarbeiter sich in guten Händen fühlt.

Zurückkommend auf das obige Video könnte es ergo möglich sein, dass unsere Bundesregierung all diesen Dienstleistern für jeden gelisteten Suchenden einen Obolus bezahlt, mit dem Ziel, dass diese nicht mehr in den Arbeitslosenstatistiken auftauchen. Damit werden die Statistiken noch feiner geschönt, da viele Arbeitssuchende damit mehrfach gelistet werden. Grund: Die personalsuchenden Kunden (falls es diese wirklich gibt) suchen über mehrere Dienstleister und Personalvermittler und der Arbeitssuchende bewirbt sich folglich mehrfach auf die selbe Stelle und wird mehrfach gelistet.

Weltfrauentag oder wer hat Angst vor dem schwarzen Mann

Heute Nacht lag ich wach in Grübeleien und habe dann eine Zeitschrift aufgeschlagen um darin Ablenkung zu suchen. Eine interessante Buchbeschreibung. Deborah Feldmann „Unorthodox“. Frau Feldmann schreibt über ihr Leben als Jüdin in New York bei der Gruppierung der Satmarer. Eine der rasant wachsenden Gruppierungen der sehr orthodoxen Juden.

Tanzen: verboten. Assimilierung: nein, keinesfalls, dafür war die Strafe Gottes der Holocaust. Sex zum Spaß: nein und grundsätzlich nur an fruchtbaren Tagen ohne Verhütung erlaubt. Nachkommen zeugen: ja, viele. Frauen dazu fragen: nein. Zwangsverheiratung: ja. Studium der heiligen Schriften: nur Männer. Fernsehen, Internet, weltliche Bücher, Kontakt zur Außenwelt – also Bildung: schädlich. Vergewaltigung von Mädchen, gerne innerhalb der Familie: normal. Scheidenverkrampfung: bei Satmarerfrauen überdurchschnittlich hoch, wegen Zwangsehe, völligem Fehlen von Zärtlichkeit, Musssex. Perücke, Kopftuch, am besten Kopfhaare rasieren: ja, damit nichts den Mann „anmacht“. Rock über die Knie und am besten mit Nadeln an den Waden festmachen, damit er im Wind nicht hochrutscht.

Frauenrechte: Fehlanzeige.

Und wir denken immer an den Islam, wenn es an die Unterdrückung der Frau geht …

in seinem, Allah’s, Namen ?

aus Spiegel Online 17.07.2015:
Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ hat in Syrien Aktivisten zufolge im Ramadan 94 Fastenbrecher gekreuzigt und ausgepeitscht. Die Opfer seien dafür an zentralen Straßen und Plätzen in Eisenkäfige gesperrt worden, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Sie seien bestraft worden, weil sie tagsüber etwas gegessen hätten. Unter den Bestraften in den vergangenen vier Wochen waren demnach auch fünf Minderjährige.

Ich nehme an, der Islamische Staat hat einen besseren Draht zu Dem Einen, wie die normalen Normalo-Bürger und sie wissen deshalb, dass Der Eine sich ein solches Verhalten wünscht.

All jenen, die den Ramadan begehen, zolle ich meinen Respekt, denen, die mit ihren Familien diese Zeit erleben, bewusst leben, gottesfürchtig sind und ihren Glauben in Frieden leben. Und auch denen, die es nicht schaffen – aus welchen Gründen auch immer – und auch den Minderjährigen, die nicht die Kraft hatten von Sonnenauf- bis untergang.

Ersatzkultur, Kultur ersetzt

„Wintermarkt“…
jetzt haben wir also schon Angst Weihnachtsmarkt zu sagen…
ob das etwas mit Toleranz zu tun hat? Oder einfach nur mit Angst vor Übergriffen auf einen Weihnachtsmarkt, da da ein christliches Wort drin ist? Deutschland bekommt also sicher den most wanted award das toleranteste Land der Welt zu sein. Ich bin sehr stolz auf dieses Award-Land. Toleranz steht auch bei mir ganz oben.
Für mich ist Wintermarkt ok, schliesslich sind seit Jahren am Ostermontag im ganzen Land Flohmärkte, also Ramschverkäufe gleich nach dem christlich wichtigsten Feiertag – more important than christmas. Der Weihnachtsmann ist sowieso die Erfindung von Coca Cola, dass wird den Kinderchen schon in der Wiege erklärt. Nennt sich dann wahrscheinlich offene ehrliche Kommunikation. Und zum Nikolausi gibt es Geschenke, wie an Weihnachten oder wie an Ostern. Kann man sich raussuchen. Ich frage mich ernsthaft, wie ich gross geworden bin und auch noch eine wirklich sehr schöne Kindheit hatte, mit nur einem Stiefelchen voll Mandarinen und Nüsse und ein wenig Schokolade. Gut zugegeben, ich habe immer das grösste Stiefelchen raus gestellt, die Gier halt… Auch zu Ostern gab es im Moosnest einfach bunte Eier und nicht ein Mountainbike (ein Fully, mit Scheibenbremsen), die neue Xbox und eine Reise nach England.
Deswegen passt auch der Begriff Wintermarkt gut in die Kommerzreihe. Mit Kultur hat all das nichts mehr zu tun. Es lebe die Wirtschaft, wahlweise die Angst. Haben wir eigentlich noch irgendeine Kultur? Bei meinen Reisen im In- und Ausland suche ich oft in meinen Gedanken „was ist deutsche Kultur“… ich wurde auch schon gefragt, im Ausland, ich hatte keine rechte Antwort, der Gegenüber immer, über sein Land…
nun wieder ein Argument weniger. Die Kultur der Weihnachtsmärkte und der Gedanke von Weihnachten, seinen Lichtern und Gaben (Gaben, nicht Geschenke, die jeden Normalverdiener ruinieren).
Aber als Kultur können wir weiterhin das Münchner Oktoberfest gelten lassen, puh, das ist unsere letzte Bastion! Die geht immer, im Ausland, und die dumpftextige blasmusikuntermalte Gesangeskunst wird ja manchmal tatsächlich (auch hier) „Volksmusik“ genannt. Nun, wenn uns sonst nichts mehr bleibt, dann ist das halt unsere „Kultur“. Ich werde wohl 2015 in Deutschland verbringen, damit ich nirgends in Erklärungsnot gerate.
Na dann, auf zum nächsten Wintermarkt, einen Glühwein zwitschern und dazu HipHop hören, die über den Marktplatz schallt – auch das ist mir letze Woche passiert, es war wirklich stimmungsvoll.

Frohe Weihnachtszeit, äh Winterzeit und frohe winteren (klingt jetzt noch ein bisschen blöd, wird sich aber durchsetzen)!