nachgeträumt

Herzblume

Dagi Foto

Manchmal liege ich einfach so da, suche Dich in den zarten Schwingungen, die Deine Schritte hinterliesen.

Halte die Nase in den Raum und suche Deinen Geruch, der verflogen ist.

Ich strecke die Hand aus,  versuche Deinen Abdruck in den Kissen zu ertasten.

Alle Sinne fühlen sich angekommen an, wenn ich so liegend die Augen schließe und Deiner Ruhe und Wärme nachspüre.

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separated

Tears for years
Ich hungere nach Deiner Berührung

Driving through landscape
Schau in meine Augen
Love the shades of brown and green
Sieh meine Liebe darin
Fear and hunger in me
Deine Hände auf meinem Körper
Scenary of wideness
Die Zartheit Deiner Haut
Kind of freedom
Geruch bleibt im Raum
Flowers sweeping in the wind
Meine Stimme wispert in Dein Ohr
Music touches my ears 

ICH WÜNSCHE DIR GENUG

Was für eine Geschichte… mir stehen so ein bisschen die Tränen in den Augen, hier auch für meine Leser und ihre Gedanken:

(c) Bob Perks, Übersetzung: Deep Consonance

Kürzlich beobachtete ich eine Mutter und Tochter bei ihrem Abschied am Flughafen. Sie umarmten sich und die Mutter sagte: “Ich liebe dich und ich wünsche dir genug.”

Die Tochter antwortete: “Mama, unser gemeinsames Leben ist mehr als genug. Deine Liebe ist alles, was ich je benötigt habe. Ich wünsche dir genug, Mama.” Sie küssten sich und die Tochter ging. Die Mutter ging zum Fenster, wo ich saß. Ich konnte sehen, dass sie weinen wollte. Ich versuchte, nicht in ihre Privatsphäre einzudringen, aber sie sprach mich mit der Frage an: “Haben Sie jemals jemanden verabschiedet, mit dem Wissen, dass es für ewig sein würde?” “Ja, habe ich”, antwortete ich. “Verzeihen Sie mir die Frage, aber warum ist das ein Lebewohl für immer?”

“Ich bin alt und sie lebt so weit weg. Ich habe einige Herausforderungen zu bewältigen und die Realität ist, dass ihre nächste Reise zurück, für meine Beerdigung sein wird”, sagte sie. Als sie sich verabschiedeten, hörte ich Sie sagen: “Ich wünsche dir genug.” Darf ich fragen, was das bedeutet? ” Sie fing an zu lächeln. “Das ist ein Wunsch, der über Generationen in unserer Familie weitergegeben wurde. “Wenn wir sagen, ‘Ich wünsche dir genug” wünschen wir, dass das Leben der anderen Person, mit gerade genug guten Dingen gefüllt ist, dass sie das Leben aufrecht erhalten kann. ”

“Ich wünsche dir genug Sonne, damit deine Einstellung hell ist.

Ich wünsche dir genügend Regen, damit du die Sonne mehr zu schätzen weißt.

Ich wünsche dir genug Fröhlichkeit, damit dein Geist lebendig bleibt.

Ich wünsche dir genug Schmerzen, so dass die kleinsten Freuden im Leben viel größer erscheinen.

Ich wünsche dir genug zu bekommen, damit dein Wünschen befriedigt wird.

Ich wünsche dir genug Verlust, dass du alles was du besitzt zu schätzen weißt.

Ich wünsche dir genügend „Hallo’s,“ damit du den endgültigen Abschied bewältigen kannst.”

Dann begann sie zu weinen und ging weg.

Man sagt, es dauert eine Minute, um eine besondere Person zu erkennen. Eine Stunde, um sie schätzen zu lernen. Einen Tag, um sie zu lieben. Und ein ganzes Leben, um diese zu vergessen.

(c) Bob Perks, Übersetzung: Deep Consonance

Füsse im Schnee

SchneefüsseManchmal muss man sich zusammenreissen, um nicht dem verrückten Gefühl nachzugeben, die nackten Füsse in den Schnee zu stecken und das Leben pulsieren zu spüren.

Wenn man dann nachgibt, ist es plötzlich eisig und sinnlos, aber es tut in der Seele gut, es einfach gemacht zu haben.

Eigentlich möchte ich nie aufhören verrückte Dinge zu tun, die Ideen und die Inspiration dazu zu haben.

Wertschätzung, fehlte, Fehlanzeige

eigenes DagiBild

Wertschätzung

Ich ging am Wochenende im Wald spazieren. Da lag sie. Sie. Hingeworfen. Was steckt für eine Geschichte hinter ihr? Ich habe die Bilder in meinen Fotosucher drapiert, sie waren verteilt im nassen Laub. Meine Fingerabdrücke nun darauf. Eine schöne Frau. Zerbrochen. Hass? Trauer? Wut? Wie kommt es zu dieser Nichtwertschätzung von Rahmen, Bildern, Mensch? Vor allem Mensch.

Das erinnert mich an eine eigene Geschichte voller Nichtwertschätzung. Wie ich mit voller Absicht, vorsätzlich, an Gemeinheit kaum zu übertreffen (?) genichtwertschätzt wurde.

Ich sammelte einmal rosa-grün-gepunktete Stoffschweine. Eines in groß schlummerte an meinem Kopfende im Bett und wir sprachen oft, quasi zu dritt, noch ein paar lustige Takte. Jahre. Unsere. Unser Spass. Unsere Geschichten. Unser Leben. Genau dieses Schwein wurde dann von ihm einem kleinen Mädchen vermacht, welches nie in sein Leben passte. Mein Geruch ging in ihre Arme. Zu elend um lustig zu sein. Dann von der Mutter in voller schmerzverbreitender Weit- äh Absicht abgelichtet, um es mir online zu übermitteln. Das ist Wertschätzung von Menschen, mit denen man ein Leben verbrachte. Das ist Wertschätzung eines Menschen, den man nicht kennt. Das ist Wertschätzung eines Menschen einem Mann gegenüber, dem sie vorgibt, sein Leben mit ihm teilen zu wollen, um der Letzten das Messer in den Rippen zu drehen. Das sind die Bilder, die bleiben. Wenn ich nur verachten könnte. Wenigstens das.

Zurück zum Bild: Wie gerne würde ich mit dem Menschen reden, der die Schöne so acht- und wertlos hingeworfen hat. Was treibt einen Menschen? Sollte ich nochmals hingehen, in den Wald, eine Nachricht hinterlassen? Nicht möglich. So bleibt sie wenigstens hier festgehalten. Die Fröhliche von damals.

Eines Tages schreibe ich eine Weihnachtsgeschichte über sie. Keine Verachtung wird darin sein, es wird eine schöne Geschichte, voller Wertschätzung, einer Tugend.

Glück und Freude ’sowas wie Glück‘

Gestern habe ich in einer Mediathek den Reportagenfilm von und mit Anke Engelke angeschaut. „Sowas wie Glück“ (60 Minuten).
Beschreibung aus Spiegel Online Kultur: Engelke sucht das Glück zuerst da, wo man es am wenigsten vermutet: auf einer Kinderkrebsstation, am Bett eines Mädchens, dem man gerade den tumorbefallenen Magen entfernt hat. „Wenn die mir den Magen weggenommen haben“, will die frisch Operierte mit der langen Narbe auf dem Bauch wissen, „wo sind dann die Schmetterlinge jetzt?“. (…) So castet sie für ihren „Chor der Muffligen“ unglückliche Menschen, die durch das gemeinsame Singen froher werden sollen – tatsächlich steigen die entsprechenden Hormone im Speichel der Sänger während der dreimonatigen Probenzeit messbar an. (…) Dann sitzt Engelke bei einem Paar auf dem Wohnzimmersofa, das 60 Jahre miteinander verheiratet und glücklich damit ist.

Eine sehr beeindruckende Reportage mit unheimlich tiefsinnigen Aussagen, vor allem der sehr jungen Menschen. Ich hatte Gänsehaut, feuchte Augen und ein tiefes Nachdenken schlich sich in mich ein. Glück? Was ist das?
Vor einiger Zeit hatte ich über Glück und Zufriedenheit geschrieben. Freude ist wohl wieder etwas anderes. Glück und Freude.
Ich gehe mit Anke Engelke nicht mit, wenn sie das Gefühl Glück damit in Zusammenhang bringt, dass Menschen über drei Monate hin miteinander singen. Dass hierbei ein gutes Gefühl entsteht, sich mind. einmal die Woche mit Gleichgesinnten zu treffen, zu singen, und zwar fröhliche Lieder, kann gar nicht anders sein oder werden, wie positiv auf die Menschen einzuwirken. Es trafen sich dort an die hundert Menschen, einsame, unglückliche, ansatzdepressive. Dass die sich nach den drei Monaten definitiv besser fühlten ist doch klar. Sie hatten eine Aufgabe, eine schöne Aufgabe und ein Ziel und Gemeinsamkeit. Sicher haben sich auch Freundschaften gebildet. Ich bezeichne das als Freude, als Freude daran etwas gemeinsam zu tun. Glück, kann sich, glaube ich, nicht nach drei Monaten in einer einmal-in-der-Woche-Gemeinschaft manifestieren. Glück ist ein ganz tiefes Gefühl, dass sich durch jede Zelle bewegt, von oben nach unten und durch den Bauch schwappt.
Ist es Glück oder Freude, wenn man sich etwas kauft, was man vielleicht gar nicht braucht? Ich glaube, dass es Freude ist. Freude an etwas Neuem. Glück kann sicher nicht durch einen Kauf entstehen. Ich kaufe mir kein Glück, jedoch Freude.
Ist es Glück oder Freude sich mit einem neuen Ding zu beschäftigen, sagen wir ein neues Motorrad? Ich denke, es ist Freude. Ich kann mich daran erfreuen, ja, auf jeden Fall. Ein Glücksgefühl macht sich nicht breit. Keine Schmetterlinge schwirren durch meine Zellen.
Es gibt Menschen, die sehe ich an und empfinde Glück. Es gibt Menschen, die treffe ich und empfinde Freude.
Der Chor hat Freude entwickelt, ganz sicher, wie man es definiert ist letztendlich egal. Es ist durch das Projekt etwas Gutes entstanden, das zählt. Glück ist es für mich nicht. Ich glaube, Freude hält nicht so fest und so lange an, wie Glück, welches in die tiefsten Schichten geht.
Ich denke, Glück ist das, was die Beispiele in der Reportage zwischen den Menschen zeigen, den Kranken, den Geheilten, den Todkranken, dem alten Paar. Glück ist viel näher an Liebe als Freude. Freude ist viel näher an Materiellem als Glück. Freude ist viel näher an Freundschaft. Glück ist näher an Liebe.
Danke an Anke Engelke für die bereichernde Reportage.